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Marketing wird komplizierter – Daniel Todorovic, seit acht Jahren in der Medienbranche (u. a. GroupM, InfoSum) und heute bei Acxiom tätig, ordnet drei Haupttreiber ein: Gesetzgebung (DSGVO & Co.), Industry Changes (ITP, ETP, Third-Party-Cookie-Abschaltung) und ein sensibleres Konsumentenverhalten rund um Datennutzung. Sein zentraler Punkt: Trotz dieser Komplexität lässt sich datengetriebenes Marketing sauber messen, wenn man wie in der Wissenschaft vorgeht.
Daniel zeigt, was diese “wissenschaftliche Methode” im Marketing konkret bedeutet: First-Party-Daten als Fundament nutzen, daraus Lookalike-Zielgruppen bilden, eine Holdout-Gruppe für den späteren Vergleich bilden, regelmäßiges A/B-Testing bei neuen Ansätzen, und die komplette Customer Journey über eigene und bezahlte Kanäle hinweg analysieren – mit einem zentralen System, das die gesammelten Learnings zurück in die Kampagnensteuerung einspielt.
Anhand zweier Case Studies – ein Kreuzfahrtunternehmen und ein Finanzdienstleister mit acht Produkten – zeigt Daniel die Methode in der Praxis: Mit Lookalikes, Holdout-Gruppen und Third-Party-Daten zur Anreicherung wurden im ersten Case 350 % mehr Abschlüsse in einer Zielgruppe und 92 % mehr über Nachbarschafts-Targeting gemessen, im zweiten Case 26 % mehr Neukunden pro Produkt. Beide Cases belegen: kanalübergreifende Ansprache über mehrere Kontaktpunkte lohnt sich nachweislich.