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Black Friday ist nicht Ende November vorbei – wer maximalen Deckungsbeitrag statt nur maximalen Umsatz will, muss gedanklich bis in den Januar planen. Sebastian Decker und Mark Heinzelmann (verantwortlich bei EVOLVE für Retention und E-Mail-Marketing, zuvor eigene E-Commerce-Brand und “Höhle der Löwen”) zeigen zunächst die drei häufigsten Fehler: zu später Ads-Start (CPMs steigen zur Black-Friday-Woche auf das Doppelte bis Sechsfache), pauschale seitenweite Rabatte, die überproportional viel Deckungsbeitrag verbrennen (20 % Rabatt bei 50 % Marge = 40 % weniger Deckungsbeitrag), und fehlende Rabatt-Differenzierung nach Produktkategorie.
Konkret empfehlen sie: keine oder nur geringe Rabatte (10 %) auf Bestseller, stattdessen Bundles oder Early Access; 15–25 % auf Zweitprodukte und Cross-Sell; 40–70 % auf Overstock und Auslaufware, prominent in Headlines und VIP-Sale-Ankündigungen genutzt; niedrige Rabatte auf hochmargiges Zubehör. Ab Anfang November sollte die Zielgruppe gezielt aufgewärmt werden, statt erst kurz vor Black Friday zu starten.
Mark zeigt anschließend den kompletten E-Mail-Fahrplan nach Kundensegment: Für kalte Neukunden (Early-Access-Pop-up mit oder ohne zusätzliches Incentive, plus 2–3 Warm-up-Mails zu Markenwert, Social Proof und Produktfeatures) bis hin zu warmen Bestandskunden, Sleepern und Black-Friday-Vorjahreskäufern, bei denen es primär um Reaktivierung statt Neuaufbau geht – inklusive der Empfehlung, dauerhaft inaktive Profile aus der Liste zu bereinigen, um die Zustellbarkeit zu verbessern.