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Christoph Rottler-Lavoie, Geschäftsführer von Kameleoon Deutschland (15+ Jahre CRO-Erfahrung, u. a. für OBI, LIDL, BILD und WELT), räumt zu Beginn mit einem zentralen Missverständnis auf: Conversion Rate Optimierung wird oft fälschlich mit reiner Umsatzsteigerung gleichgesetzt und auf A/B-Tests von Buttons, Layouts und Formularen reduziert. Er zeigt anhand zweier Reifegradmodelle (Speero/CXL, Konversionskraft), warum die richtige Zielgröße eigentlich der Profit ist – nicht jeder Euro Umsatz ist gleich viel wert wie ein Euro gesparte Kosten, aber beide zählen.
Christoph zeigt den kompletten Experimentation-Prozess: von der richtigen KPI-Wahl (Order Conversion Rate vs. AOV vs. Profit) über das PIE-Framework zur Priorisierung von Testideen bis zur Frage, warum multivariates Testen in den meisten Fällen keinen Sinn ergibt – stattdessen empfiehlt er sequenzielles A/B/C-Testing, bei dem der jeweilige Gewinner gegen die nächste Variante antritt.
Anhand realer Cases (1. FC Köln: Hero vs. Grid auf der Startseite; Pixum: Fake-Door-Test für eine Suchfunktion und für neue Payment-Optionen) zeigt Christoph, wie sich Nutzerbedarf validieren lässt, bevor man Ressourcen in eine vollständige Umsetzung steckt – inklusive der Warnung vor übertrieben hohen Win-Rates bei Agenturen (realistisch sind 10–30 %) und vor reinen Performance-Deals, die sinnvolle, aber nicht sofort umsatzwirksame Tests systematisch ausbremsen.